In Zeiten wie diesen die Modellpalette um eine Dieselversion zu erweitern, werden viele mutig oder vielleicht sogar dumm finden – wir finden die Aktion dennoch höchst cool.

Mitten ins größte Diesel-Bashing lancierte Mitsubishi im Frühjahr 2019 die Diesel-Variante des Coupé-SUV Eclipse Cross. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, von großer Kundennachfrage, über niedrige CO2 Werte bis hin zur Tatsache, dass ein Selbstzünder einfach perfekt in so ein SUV passt. Der 2,2-Liter-Vierzylinder gehört dabei zu den Saubermännern unter den Selbstzündern und erfüllt klarerweise auch die Abgasnorm 6d-Temp, ist also vor der Inquisition in Form der Deutschen Umwelthilfe oder ähnlich gearteter Vereine und deren Dieselfahrverbote weitgehend save. Das Aggregat leistet 148 PS und ist serienmäßig mit einer hervorragend schaltenden Acht-Gang-Wandlerautomatik sowie Allradantrieb gekoppelt.

Kalt gestartet, lässt der Selbstzünder zunächst keinen Zweifel aufkommen, dass er aus dem Hause Rudolf Diesel stammt. Dies legt sich allerdings nach ein paar Kilometern, dann hält sich der Motor erfreulich zurück. Die Zurückhaltung bezieht sich dabei nur auf die Akustik – dank der bereits ab 2.000 Umdrehungen angelieferten 388 Newtonmetern Drehmoment zieht der Mitsubishi ordentlich durch. Er ist dabei natürlich kein Sport-SUV, aber die 11,6 Sekunden auf 100 und eine Spitze von 193 km/h sollten ausreichen. Die Straßenlage ist dabei ordentlich – sie bietet eine gelungenen Kombination aus Dämpfung und Federung – auch auf schlechten Straßen bleibt man von störrischen Fahrwerks-Rückmeldungen verschont. Der „Super All Wheel Control“ Allradantrieb im Eclipse sorgt dann auch im Winter für sicheres Weiterkommen – bei Bedarf kann der Fahrer aus verschiedenen Modi auswählen. Neben „Auto“, stehen noch „Snow“ und „Gravel“ zur Wahl.

Trotz der coupéhaften Karosserie geht´s im Innenraum großzügig zu. Selbst im Fond herrscht ausreichend Kopf- und Kniefreiheit. Die wichtigsten Instrumente liegen im Blick des Fahrers und die gewählten Materialien machen durchwegs einen hochwertigen Eindruck.  Am Bildschirm auf der Mittelkonsole wird auch das 360-Grad-Bild der Rückfahrkamera eingespielt, diese ist vor allem beim Rangieren hilfreich, denn die Sicht nach hinten ist bauartbedingt eher eingeschränkt. Als einziger Kritikpunkt ist uns das etwas hysterische Gepiepse aufgefallen – da genügt es, dass man sich erst nach dem Anstarten angurtet, um gnadenlos niedergepiepst zu werden.

Generell ist der Mitubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D sehr gut ausgestattet. Neben LED-Scheinwerfern, einer adaptiven Tempoautomatik, Totwinkel- und  Ausparkassistent jsind das Lenkrad, die Frontscheibe sowie die Sitze beheizbar. Für Freunde der Farbe Schwarz gibt´s die von uns getestete Ausstattungsvariante Intense+ Blackline – da sind die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Außenspiegelkappen, der Kühlergrill, Seitenschutzleisten und Unterfahrschutz in glänzendem Schwarz gehalten. Die Preisliste für die Diesel-Version beginnt bei 40.300 Euro.

Daten / Fakten Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D
Motor: Vierzylinder Turbodiesel
Hubraum: 2268 ccm
Leistung: 148 PS
Drehmoment: 388 Nm bei 2000 U/min
Testverbrauch: 7,4 Liter Diesel
Basispreis:  40.300 Euro