Die tadellose Verarbeitung, möglichst schönes Design und hochwertigste Technik sind die Pflicht – ein herausragender Charakter und wenn möglich auch eine kräftige Prise Markenimage die Kür.Immer wieder versuchen diverse mehr oder weniger talentierte Hersteller in den elitären Kreis der Premiums vorzudringen – und meistens scheitern sie dabei kläglich. Scheitern ist für DS Automobiles keine Option. Waren die bisherigen DS Fahrzeuge noch aufgehübschte Citroens, so ist der DS 7 Crossback, und seit Kurzem auch der DS3 Crossback ein völlig eigenständiges SUV mit eben Premiumanspruch.

Auf das Lichtdesign des DS 7 Crossback wurde besonderes Augenmerk gelegt. Dass die Blinker-LEDs nach außen fließen ist nur ein kleines Detail der aufregenden Licht-Grafik. Vorne beeindrucken LED-Scheinwerfer, die sich beim Entsperren lilaglühend um die eigene Achse drehen. Das Aufsehen erregende Beleuchtungskonzept hebt sich geschickt vom zurückgenommenen aber hocheleganten und dadurch auch zeitlosen Karosseriedesign ab.

Im SUV-Bereich eine neue Designlinie zu finden ist schwierig. Auch DS hat im Falle des DS 7 Crossback nichts Neues erfunden. Es wurde vielmehr Bekanntes aufgegriffen und dezent aber wirkungsvoll weiter verfeinert. Die Front wird von einem massiven Kühlergrill inklusive prägnantem DS-Logo geprägt – dieser ist von einer verchromten Spange eingerahmt. Die Flanken zeigen genau soviel optische Spannung, damit das Auto weder mopsig noch übertrieben muskulös auf der Straße steht. Der DS 7 versteht sich einfach als beeindruckend dezentes aber dennoch stylisch-modernes SUV. Größenmäßig liegt er übrigens perfekt dimensioniert zwischen Audi Q3 und Q5. Den BMW X1 überragt er um ein paar Zentimeter in der Länge und um einiges beim Stil.

Beeindruckend geht es auch beim Interieur weiter. Die feinen Sitze und große Teile des Armaturenbrettes sind mit Leder bezogen. Die Kunststoffteile sind stets von bester haptischer Qualität. DS hat sich dem Thema „Rhombus“ verschrieben, man findet kaum runde Elemente im Cockpit – vom griffigen Lenkrad einmal abgesehen. Schalter, Anzeigen und Designelemente folgen alle diesem Thema. Auch die Bespielung der beiden großen Screens – hinterm Lenkrad und dem großen Touchscreen auf der Mittelkonsole verfolgt diese Linie. Fein ables- und tadellos bedienbar bleibt der DS 7 aber dennoch – folgt er doch den guten Vorgaben der Genspender Peugeot 3008 beziehungsweise 5008.

Auch bei den Fahrassistenz-Systemen darf man bei DS ins Volle greifen. Da gibt es auch einen waschechten Nachtsichtassistenten, der Fußgänger und Tiere im Display einblendet und akustisch warnt. Dies hört sich nach einer Spielerei an, ist aber voll funktionstüchtig und auch zuverlässig. Vor allem in der dunklen Jahreszeit wird einem damit eindrucksvoll vor Augen geführt, wieviel dunkel gekleidete Mitmenschen völlig unbemerkt den Straßenrand bevölkern.

 

Gestartet wird klarerweise mittels Knopfdruck und sich saltoschlagende Borduhr des französischen Nobelherstellers B.R.M beeindruckt nicht nur beim ersten Mal. Der Bildschirm hinterm Lenkrad lässt sich – wie auch beim 3008 – vielfach konfigurieren. Wer möchte, legt sich die Navikarte flankiert vom Tempo auf den Screen. Aber auch eine extrem zurückgenommene augenschonende Anzeige ist möglich – das hat uns beim seeligen Saab (Stichwort: Night-Panel) schon sehr gefallen. Dass der Motor – in unserem Fall ein 180 PS starker, dank Euro 6d-TEMP Norm supersauberer Turbodiesel – schon läuft, fällt eigentlich gar nicht auf, so gut ist die Dämmung im DS 7 Crossback. Auf Geräuschminimierung hat DS wirklich Wert gelegt – sogar die Ablagefächer der Türen sind mit Teppich ausgekleidet – da scheppert nichts rum.

Den gekrümmten Automatik-Shifter kennen wir schon von Peugeot. Mit ihm lässt sich ein famoses Achtgang-Wandlergetriebe bedienen. Der DS 7 legt sanft aber nachdrücklich los – auch jetzt gibts noch kaum Motorgeräusche. Die Gangwechsel erfolgen ebenso feinfühlig. Man fühlt sich perfekt ins Auto eingebettet – das liegt nicht nur an den tollen Sitzen, sondern auch am flauschigen Abrollen, welches nicht einmal die 20-Zöller am Testwagen verhageln. DS Sensorial Drive nennt DS das vorausschauende Fahrwerkssystem, welches die vorausliegende Straße abscannt und die Federung dann punktgenau darauf vorbereitet. Vor allem lange Wellen nimmt das System mit einer fast schon schwebenden Anmutung. Dass sich der Motor schon einige Meter vor der Ampel in den Start-Stop Modus verabschiedet merkt man erst, wenn er beim Wegfahren ohne Ruckeln wieder anspringt. Insgesamt ist der DS 7 Crossback ein sehr komfortabel ausgelegtes SUV. Man könnte zwar im Fahrmodus SPORT auswählen, dann spitzt sich die Motorcharakteristik zu, die Federung wird einen Hauch krisper und auch die Lenkung funktioniert nicht mehr ganz so soft. Nur, irgendwie probiert man das wahrscheinlich nur einmal aus und lässt es dann bleiben – die Stellung COMFORT ist einfach zu perfekt ausgewogen und passt herrlich zum feinen Charakter des DS 7.

Stichwort Charakter. Genau jetzt ist es Zeit unsere Wertung abzugeben. Und die lautet: Ja, der DS 7 Crossback gehört eindeutig ins Premiumsegment. Er ist technisch top, fein verarbeitet, sieht einfach toll aus und das Wichtigste: Er hat eben Charakter und lässt sich nicht so einfach mit den üblichen Verdächtigen vergleichen. Die SUVs von Audi, BMW & Co sind im direkten Vergleich entweder zu sportlich, zu groß, zu klein oder auch teilweise einfach zu langweilig. Jetzt braucht es nur mehr genügend Leute, die sich auch einen DS 7 Crossback kaufen und damit das Straßenbild bereichern. Zu haben ist das SUV ab EUR 36.190,- .