Man darf definitiv nicht schüchtern sein, wenn man mit einem DS7 Crossback durch die Gegend fährt. Zum einen steht nicht an jeder Ecke einer rum und zum anderen sieht das französische Edel-SUV einfach toll aus. Noch selten zuvor ist uns ein derartig liebevoll durchgestyltes Fahrzeug in die Hände gefallen – da wurde wirklich bis ins kleinste Detail daran gefeilt. Das Highlight – im wahrsten Wortsinn – ist die LED-Lichttechnik des DS7 – vorne schlagen die LED-Linsen purpurn glühend beim Hochstarten einen horizontalen Purzelbaum und die Heckleuchten funkeln, als kämen sie direkt vom Juwelier.

Der DS7 Crossback darf auch ordentlich Chrom tragen – und wirkt dabei gar nicht aufdringlich. Das unterscheidet ihn auch wesentlich von den meist deutlich nüchtern auftretenden deutschen Mitbewerbern. Wer jetzt noch kräftige Farben wählt, macht nichts falsch – unser in „Absolut Rot“-Metallic lackierter Testwagen war der absolute Hingucker neben den vorherrschenden Mausgrau-Tönen im Umfeld.

Cockpit: Edel, übersichtlich und ergonomisch.
Neben dem gelungenen Exterieur Design gehört auch das Interieur zu den Highlights des DS7 Crossback. Es dominiert die Raute als Designelement – Rundungen findet man selten bis gar nicht. Bedient wird der DS7 zum Großteil über den großen Bildschirm in der Mitte des lederbezogenen Dashboards – die darunter platzierten physischen Tasten erleichtern dabei selbsterklärend und ergonomisch die Übersicht.

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Neulinge suchen gleich einmal den Start-Knopf – er befindet sich mittig am Armaturenbrett – hat man ihn gefunden, darf man der darüber liegenden eckigen Borduhr beim Salto-schlagen zuschauen. Besonders schön präsentiert sich der markentypische Shift-by-Wire Stick der formidablen Achtgang-Wandlerautomatik. Insgesamt ist die Sitzposition (sehr hoch, aber trotzdem gut umgeben vom Cockpit) für unseren Geschmack perfekt gelungen.

Ausstattung: Luxus im Interieur und viel Platz im Fond.
Schon als Basismodell ist das SUV sehr gut ausgestattet – langt man dann aber ins Volle und ordert die feine „Opera“-Linie, bekommt man noch einiges mehr geboten. Fein abgesteppte Ledersitze, die wirklich auch nach Leder riechen und sich zudem handschuhweich anfühlen und besten Sitzkomfort bieten, sind nur ein Ausstattungs-Highlight. Obwohl der DS7 Crossback von außen relativ Coupé-artig daherkommt, bietet er im Fond doch jede Menge Platz. Die Rückbank lässt sich auch im Fond einige Zentimeter elektrisch nach hinten neigen. In Verbindung mit der großzügigen Beinfreiheit und der dritten Klimazone genießen die Fondpassagiere First-Class-Ambiente.

Fahrverhalten: Komfortabel und dennoch hochpräzise.
Auch wenn man es beim super komfortablen Fahreindruck auf Anhieb nicht glauben möchte – der DS7 Crossback ist Stahl-gefedert. Dieses Schweben macht eine spezielle Kamera in der Frontscheibe möglich, welche Unebenheiten erkennt und die adaptiven Dämpfer entsprechend in Echtzeit anpasst. Der Effekt ist wirklich gelungen – während man auf der Autobahn flauschig dahinströmt, gerät der DS7 auf kurvigen Landstraßen kaum ins Wanken.

Der 180 PS starke Turbodieselmotor mit seinen sämigen 400 Newtonmetern Drehmoment passt da hervorragend dazu – er ist perfekt gedämmt und kaum hörbar. Auch beim Verbrauch hält er sich zurück – 7,4 Liter Diesel laut Bordcomputer sind für ein derartiges Fahrzeug ein sehr guter Wert. Dass der Motor nach guter alter PSA-Sitte auch den neuesten Abgas-Normen entspricht und diese auch noch übertrifft sei hier nur nebenbei erwähnt. Zusammen mit der schnell und unauffällig arbeitenden Achtgang-Wandlerautomatik gibts jedenfalls derzeit nicht viele gleichwertige Alternativen in Sachen Schaltkomfort.

Fortschrittliche Fahrerassistenz im DS7 Crossback.
Der DS7 kann sogar teilautonom fahren: Eine adaptive Geschwindigkeitsregelung und ein aktiver Lenkassistent machen es möglich. Als Sensorik dienen Radar- und Kamerasensoren. Sogar in engen Autobahnkurven lenkt der DS7 einige Sekunden zuverlässig alleine, auch die ACC reagiert schnell und fehlerfrei. Von der Kamera erkannte Tempolimits können direkt in die ACC übernommen werden. Optional gibt es sogar noch ein Nachtsichtgerät, das zusammen mit dem digitalen Tacho besonders viel Sinn hat.

Unser getesteter DS7 Crossback HDi 180 mit 8-Gang Automatik und Opera-Ausstattung kostete knapp 60.000 Euro.
Viel Geld – betrachtet man allerdings die Ausstattungdetails, relativiert sich das Ganze. So verwöhnte uns der DS7 unter anderem mit Features wie Nappa-Leder auf den Massage-Sitzen und am Dashboard, DS Active LED Vision, Akustikverglasung, FOCAL-Premium HiFi, Panorama Schiebedach, DS Connected Pilot Assistent und 20-Zoll Leichtmetallfelgen.

 

Unser Fazit:
Der schwierige Schritt ins Premium-Segment ist DS mit seinem Siebener grandios gelungen – neben der tollen technischen Ausführung, der feinen Linienführung und einer überaus luxuriösen Ausstattung, punktet der DS7 Sportback vor allem mit seiner bis in die letzten Details liebevollen Anmutung.